Lageso: Alle Abläufe für Leistungen für NEU Ankommende und bereits Registrierte

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Für NEU in Berlin ankommende bisher umregistrierte Geflüchtete gilt im Moment (20.05.) der folgend dargestellte Ablauf. In wesentlichen Teilen wurde dieser von einem Mitarbeiter des Lageso geschildert, von uns aber an einigen Stellen ergänzt, präzisiert und erweitert. Das Verfahren ist in weiten Teilen mit dem „alten“ identisch, das für Bahn- und Bus-Ankommende bisher galt, aber hier jetzt noch mit den neuen Abläufen im ICC zusammengebracht.

 

ANKUNFT

Kommt ein Geflüchteter NEU nach Berlin, muss er beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in der Turmstraße vorsprechen. Eingang und Vorsprache beim Zelt „ASYL NEU“ direkt an der Straße. Das ist die Erstanlaufstelle für alle NEUEN Geflüchteten. Danach bringt ein Bus alle Neuankommenden zum Übernachten in eine zentrale Notunterkunft – die Messehalle 26 in Charlottenburg.

REGISTRIERUNG Tag 1

Am nächsten Tag startet der zweitägige Registrierungsprozess. Von der zentralen Notunterkunft Messehalle 26 werden die Menschen terminiert und mit Bussen in die „Bearbeitungsstraße Kruppstraße“ gefahren. In der Kruppstraße werden die persönlichen Daten aufgenommen. Name, Geburtstag, Herkunftsland, Muttersprache. Auch die Erfassung der Fingerabdrücke passiert hier, zudem wird ein biometrisches Foto gemacht.

REGISTRIERUNG Tag 2

Tag zwei der Registrierung findet in der Bundesallee statt. Auch hierhin geht es terminiert und mit Bussen ab der zentralen Notunterkunft. und nicht mit Einzelvorsprache. Dort wird geprüft, ob schon einmal ein Asylantrag gestellt wurde oder der Geflüchtete bei Behörden auffällig geworden ist. Zurzeit wird sofort registriert. Grund sind die niedrigen Zugangszahlen. Laut Sozialverwaltung kommen momentan durchschnittlich zehn Geflüchtete täglich nach Berlin.

In diesem Jahr wurden gut 10.000 Geflüchtete in der Bundesallee registriert (Stand: 19.5.). In der Bundesallee bekommen die Geflüchteten neben ihrem Ankunftsausweis auch ihre BVG-Karte, den Antrag für die elektronische Gesundheitskarte, einen Kostenübernahmeschein für eine andere Unterkunft und einen Schlafplatz mit drei Mahlzeiten am Tag. Außerdem knapp 140 Euro Taschengeld, welches um 36 € für das BVG-Ticket reduziert wird. Ausgezahlt werden also gut 100 €. Für die akute medizinische Versorgung ist Charité-Personal vor Ort. In der Bundesallee arbeiten auch Mitarbeiter vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Wer noch kein Asyl beantragt hat, kann den Antrag hier stellen.

Die auch vor Ort ansässige Lageso-Fachabteilung „Ankunft und Weiterleitung“ (AUW), weist den Neuankommenden ihre nächste Notunterkunft zu. Dorthin fahren sie dann nach dem Registrierungsprozess und bleiben dort zunächst dauerhaft für einen Zeitraum von mind. 6 Wochen bis zu sechs Monaten, wobei die Praxis zeigt, daß dies bei später erfolgreicher Suche nach einer Wohnung oder privaten Unterkunft auch verkürzt werden kann oder sich auch in manchen Fällen deutlich verlängert.

 

LEISTUNGEN NACH REGISTRIERUNG

Mit einer einzigen Ausnahme müssen die Menschen danach IMMER zunächst ins ICC. Dort wird dann entweder bei kleinen Dingen dort bearbeitet oder ein Busshuttle in die Turmstraße genutzt. Konkret im ICC bearbeitet werden können die allerwenigsten Themen: Krankenscheine z.B. oder Verlängerungen von Kostenübernahmen gehen dort. rd. der weitaus größte Teil muß danach via ICC weiter in die Turmstraße.

Zu allen weiteren Details verweisen wir auf unseren Beitrag zu diesem Thema

 

LEISTUNGEN NACH REGISTRIERUNG: AUSNAHME WOHNUNGEN

Die Vergabe von Wohnungen an Menschen mit Leistungszuständigkeit im Lageso erfolgt unverändert unter Einschaltung des EJF als Dienstleister für das Lageso. Das EJF bleibt in der Turmstraße, Haus K. Ausschließlich für dieses Thema bleibt es deshalb bei der alten Adresse, selbst wenn die dazugehörige Leistungsabteilung des Lageso inzwischen im ICC sitzt. Die ERST-Beantragung einer Kostenübernahme für eine Wohnung läuft deshalb weiterhin über Turmstraße via EJF, eventuelle Folgetermine möglicherweise über das ICC.
Alles Weitere zum Thema Tempelhof als Ankunftszentrum (ca. ab August) oder auch zur Darwinstraße (Ab November/Dezember) veröffentlichen wir dann, wenn die Informationen konkret sind. Alles wesentliche zu den bisherigen Planungen haben wir schon an dieser Stelle veröffentlicht.

 

 

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