Workshop: Wie kann ich mich selbst vor Traumatisierung / Überlastung schützen?

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Datum/Zeit
Date(s) - 21/05/2016 - 22/05/2016
10:00 - 17:00

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Veranstaltungsort
Lettrétage

Kategorien


Workshop für Flüchtlingshelfer

Informationen zu, Erkennen von und Umgang mit Trauma

Wie kann ich mich selbst vor Traumatisierung / Überlastung schützen?

21./22.Mai ’16, 10 – 17h, Lettrétage Mehringdamm 61, 10961 Berlin

60 Euro Ehrenamtliche, 100 Euro nicht-ehrenamtliche Helfer

Die Arbeit mit Geflüchteten ist oft erfüllend und inspirierend, nicht selten auch erschöpfend, aufwühlend, und oftmals bringt es die Helfenden an bisher ungewohnte Grenzen.
In diesem Workshop wird Trauma als spezifische Reaktion des Nervensystems erklärt, in Reaktionen, die wir alle kennen, z.B. Kampf und Fluchtreaktionen, die angeboren sind. Traumasymptome können so besser verstanden und unterstützende Maßnahmen einleuchtend werden.

Es geht darum, Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten, darin zu unterstützen, mit u.U. traumatisierten Menschen umzugehen, dabei Traumatisierung zu verstehen, zu erkennen, grobe Fehler zu vermeiden und vor allem auch im non-verbalen Umgang unterstützend sein zu können.

In diesem Workshop geht es aber auch darum, Trauma und Selbstschutz im Sinne unserer ebenfalls uns angeborenen sogenannten Selbstregulationsfähigkeit zu verstehen und an Wege und Möglichkeiten erinnert zu werden bzw. diese wieder zu entwickeln, die uns helfen, in uns selbst stabil und ruhig zu bleiben, unsere Grenzen sicher halten zu können, in anderen Worten: Wie kann ich am besten “auftanken” und auch in Stress ausreichend aufgetankt bleiben?

Oftmals gibt es eine Beziehung zwischen Erfahrungen der Helfenden und ihrer Arbeit mit Geflüchteten, manchmal sind es direkte Ähnlichkeiten aus dem Leben der Helfenden mit dem mancher Geflüchteten, manchmal werden Ähnlichkeiten mit dem Leben der Vorfahren deutlich. Sich dessen etwas mehr bewusst zu sein, kann helfen, geerdeter, mit besserem Stand mit diesen Menschen zu sprechen, zu arbeiten, sie zu unterstützen.

Anhand von praktischen Übungen werden wir außerdem erfahren, wie wir uns selbst stabilisieren können, unsere Ressourcen finden, um aufzutanken.

In Wahrnehmung und wertfreiem Beschreiben sowie in Bewegungsübungen eröffnen sich Erfahrungsräume, die aufgestauten angespannten, manchmal auch wütenden oder verzweifelten Energien und Gefühlen ermöglichen sich zu zeigen und dabei sich zu entladen. Das Annehmen, Verstehen und Integrieren kann dann auch Entlastung und Erleichterung bringen.

Zudem wird es die Möglichkeit für Austausch und damit die Erfahrung der Unterstützung durch geteilte Erfahrungen geben.

Falls Interesse besteht, könnte aus diesem Workshop eine Supervisionsgruppe entstehen, für Unterstützung, besseres Verstehen, Wissen und Austausch.

Anmeldung:

Frauke Glaubitz

frauke.glaubitz@gmail.com
0160-93831756

Frauke Glaubitz ist Ärztin, Psychoanalytikerin und -therapeutin und arbeitet insbesondere mit dem Fokus Trauma und Traumatisierung, in einer psychosomatischen Klinik und in Privatpraxis. Sie ist Somatic Experiencing Practitioner (das Trauma- und Traumatherapiekonzept von Peter Levine) und Mitbegründerin von When Helpers Return, WHR. WHR ist ein Zusammenschluss von TraumatherapeutInnen, die im Dialog integrative Ansätze zur Traumaprävention vor, während und nach Einsätzen von Helferinnen in der humanitären Hilfe im In- und Ausland entwickeln. Diese werden in Beratungen, Trainings und Workshops weitergegeben.

 

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