#ESISTUNSERLAND

Positive besetzte Meinungen und Positionen zum Thema Flucht, Migration und Integration standen in den letzten Jahren zunehmend unter Druck: Geprägt von Abwehr, Kriminalisierung und Abschiebungsdruck geriet nicht nur die Mehrheit der Menschen , die nach Deutschland kamen, in den Hintergrund, sondern auch jeder integrative Ansatz und ebenso alles Erfolgreiche der letzten drei Jahre wie auch das, was jetzt eigentlich zu tun wäre: Konzepte für Integration.

Von einer kleinen Minderheit aus wurden alle Geflüchteten betrachtet und beurteilt. Dies führte zu einer deutlichen Verschiebung von Diskurs und auch teilweise Konsens in der Gesellschaft. Es wird gesellschaftsweit mehr als „normal“ hingenommen als noch vor zwei Jahren. Die Millionen Menschen, die sich engagieren, kämpfen im Stillen weiter und werden dabei kaum gehört.

Wir brauchen aber einen offenen und fairen Austausch auch mit unterschiedlichen Meinungen und Positionen zu Migration, Flucht und Integration. Dies wollen wir befördern und wieder in den Vordergrund stellen. Deshalb werden wir hier Meinungen und Positionen veröffentlichen, die auch mal konträr sein können, aber dabei eben eine Diskussion ermöglichen.

Dabei geht es uns natürlich auch um die stille Mehrheit: Die Menschen, die sich engagieren, sich für Humanität einsetzen, anderen geholfen haben und weiter helfen  & weiter jeden Tag darum kämpfen, dass sich Menschen hier integrieren können. Es geht auch darum, rechten Parteien nicht weiter das Feld zu überlassen. Und es geht darum, klarzustellen, dass die Mehrheit immer noch eine offene, liberale, demokratische und antirassistische Gesellschaft will.

Hier werden wir Meinungen und Positionen veröffentlichen, die wir finden und für teilenswert halten. Wir sind offen für weitere Beiträge und auch direkte Meinungen von Menschen, die diese gerne teilen wollen. Der Titel und Hashtag #EsistunserLand stammt aus einem dieser bemerkenswerten Beiträge, der hier auch verlinkt ist. Dabei geht es nicht um Nationalismus, aber darum, daut etwas zu ändern und zu verändern, wo wir es in der Hand haben, aber gerade aus der Hand verloren haben.  Und dies ändert auch nichts an einem internationalen Blick, der in Europa ohnehin immer mit dazugehört.

Der hashtag #EsistunserLand stammt im Original aus einem wichtigen Beitrag, dem Interview mit Prof.Dr. Naika Foroutan. Wir haben dies aufgenommen, denn wir glauben, dass es so richtig ist. Wir glauben auch, dass etwas „zurückerobern“ müssen. Und deshalb erschein uns dieser Titel auch mehr als passend.

Anregungen und Beiträge, auch Vorschläge zur Veröffentlichung, bitte gerne an uns: info@berlin-hilft.com

Seebrücke Berlin: Lasst uns laut & radikal sein

Rede auf der Abschlußkundgebung der Seebrücke Berlin am 02.09.2018 Danke für Euer Zeichen! Berlin ist wieder bunt und laut! Berlin ist heute wieder Seebrücke! Aber dennoch: Wir müssen noch radikaler und lauter werden! Es bewegt sich etwas in Deutschland. Seit ca. Mai sind in diesem Jahr mind. 250.000 Menschen auf die Straße gegangen: 40.000 in München gegen das neue Polizeigesetz ...
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Wir wollen Diskurs & Meinung. Und eine offene, liberale und positive Gesellschaft

Wir haben vor einer guten Woche einen längeren Artikel zu unserer Haltung und Meinung veröffentlicht. Und wir haben sehr viele positive Reaktionen darauf erhalten. Wir waren sehr überrascht, aber auch erfreut. Und dazu bestärkt, dass wir auf einem vielleicht richtigen Weg sind:  Seit zwei Jahren treibt Deutschland nach rechts und arbeitet sich am Thema Flucht und Migration ab. Der öffentliche Diskurs ...
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Wir müssen lauter werden. Denn: Es ist unser Land!

Der ehemals schleichende Rechtsruck in unserer Gesellschaft wird immer sichtbarer. Flüchtlingsfeindlichkeit, Rassismus und auch extreme Gedanken werden immer sag- und lebbarer. Es ist Zeit für einen neuen Diskurs, aber auch für ein entschiedenes Dagegenhalten. Gestern noch unsagbar, heute normal: Das kann und darf nicht die Maxime sein. Aber es hat sich etwas geändert: Es ist nun der Sommer der stillen Mehrheit ...
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Ein bemerkenswertes Interview: Naika Foroutan

Im TAGESSPIEGEL erschien vor kurzem ein bemerkenswertes Interview mit Prof. Dr. Naika Foroutan. Sie ist Direktorin und Leiterin der Abteilung "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik" des BIM (Berliner Institut für Migrationsforschung) und uns aus einigen persönlichen Begegnungen und Auftritten bekannt. Umso neugieriger waren wir, als neulich besagtes Interview erschien. Das Interview wurde viel diskutiert und auch angegriffen. Wir haben es selbst mehrfach ...
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Vorschlag für eine „europäische Antwort“: Gesine Schwan & Gerald Knaus

Frau Prof. Dr. Gesine Schwan und Gerald Knaus haben gemeinsam einen Vorschlag formuliert, Kernpunkt ist eine Zusammenarbeit von Staaten wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zusammen mit z.B. Spanien, die grundsätzlich für eine rechtsstaatliche Asylpolitik eintreten und diese auch fortsetzen wollen. Ihr Vorschlag sei rechtskonform und schnell umsetzbar. Wir stellen ihn im folgenden Beitrag der beiden Autoren vor.  Kernpunkte dieses Vorschlags sind: eine Koalition von betroffenen Staaten, ...
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Seenotrettung: Die offenen Briefe von Pauline Schmidt & Mariam Lau

Vor kurzem hat die ZEIT einen viel diskutierten und heftig umstrittenen Artikel zum Thema Seenotrettung auf dem Mittelmeer veröffentlicht. Der Artikel erschien zunächst unter dem Titel "Oder soll man es lassen?", was alleine schon zu großen Kontroversen führte. Die Headline wurde später dann im Online-Artikel geändert. Inhalt sind eine "Pro"- und eine "Contra"-Position zur Seenotrettung. Dabei suggerierte die Frage des ...
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Was haben wir vor? 

Wir wollen Expertise sammeln. Vorschläge und Meinungen. Menschen, die mitdenken, zu Wort kommen lassen. Wir brauchen eine neue inhaltliche Beschäftigung mit Flucht, Fluchtursachen, Migration, Integration, Asyl- und Aufenthaltsgesetz. Und dazu brauchen  wir auch eine neue Diskussionskultur, die die Meinungen und Positionen der breiten Mehrheit der Gesellschaft artikuliert und auch offen diskutiert.

Stille hilft nicht, um Rassismus und Hetze zu bekämpfen. Sie hilft auch nicht, gegen den Rechtsruck in unserem Land etwas zu tun. Wir müssen lauter sein und mehr Gesicht zeigen. Auch darstellen, dass die Gesellschaft eben weiterhin offen und neugierig ist und nicht auf Abschottung setzt.

Es gibt konkrete Vorschläge und Vorstellungen derzeit nur im Koalitionsvertrag und einem sog. „Masterplan“. Beides ist nicht  für die Menschen gemacht, sondern zum angeblich nötigen „Schutz“ vor ihnen. Wir brauchen einen Gegenpol und auch konkrete Vorschläge.

Viele Menschen, mit denen wir Kontakt haben, sind mit Vielem unzufrieden. Oft ärgert schon, dass wir Themen der neuen Rechtsextremen nur hinterher hecheln und mit Erstaunen feststellen, dass eine rechtsextreme Partei im Bundestag Themen auch in der Bundesregierung setzt, ohne dieser anzugehören. Das ist clever, aber auch frustrierend. Und genau dies ist der Grund, im Kleinen wie im Großen dem etwas entgegenzustellen. Wir wollen auch etwas Mut machen, dass es genug Menschen gibt, die dies ebenso sehen und wir immer noch die Mehrheit haben. Wir müssen dies nur klar und deutlich zeigen.

Was planen wir?

Wir wollen uns noch weiter vernetzen. Wir wollen diskutieren. Dazu denken wir im Moment an Gespräche in kleinerer und größerer Runde, auf Arbeitsebene und auch mit allen zusammen. Nichts Genaues weiß man nicht. Aber wir sind neugierig, was sich aus einer großen Zahl von freiwilligen Helfern, die seit drei Jahren intensiv an Integration und Chance für zu uns gekommene Menschen arbeiten, Experten aus Wissenschaft und Politik, aus Wirtschaft und Verbänden, vielleicht werden kann.

Was wird das?

Offengestanden: Keine Ahnung. Wir lassen uns treiben und setzen erst einmal Akzente. Wir regen an und nehmen hoffentlich mit. Wir sind an allen Menschen mit Meinung interessiert, die den offenen Austausch schätzen und befördern wollen. Dabei geht es uns um eine offene und neugierige Gesellschaft. Wir können immer nur jeweils bei uns etwas verändern. Deshalb geht es uns zunächst um Berlin und Deutschland. #EsistunserLand ist kein nationalistischer Gedanke, sondern nur die Grundlage unserer Idee, die Politik hier wieder zu ändern und am Wohl aller in Deutschland lebenden Menschen auszurichten.  Dabei geht es immer auch um einen europäischen Blick und ein klares Bekenntnis zu Europa.

Wir haben einige interessante Ansätze, Ideen und Gespräche. Wie und was sich daraus und daneben weiter entwickelt, werden wir sehen. Wir sind gespannt!

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