Corona: Info-Brief der Schulverwaltung an Eltern von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften

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Am 27.05. wurde von der Schulverwaltung der uns heute übermittelte Brief an die Eltern von Kindern in Gemeinschaftsunterkünften geschickt.

Das Schreiben liegt auch in anderen Sprachen vor.

Informationen fur Familien in Gemeinschaftsunterkinften zum aktuellen Schulbetrieb

Liebe Eltern und Erziehende,

in den Schulen findet wieder Unterricht statt. Aber nนr fur kleine Gruppen und velleicht nicht jeden Tag.Wir bezeichnen das als Prisenzunterricht. An den Tagen, an denen Ihr Kind nicht im Praisenzunterrichtist, soll es zu Hause lernen. Das heiBt dann „Lernen zu Hause“. Dafur gibt die Lehrerin oder der Lehrerlhrem Kind Aufgaben mit.

Wegen der Corona-Pandemie ist noch nicht alles so wie immer, auch die Schule nicht. Alle Kindermussen aber trotzdem lernen, zu Hause oder in der Schule. Die Schule Ihres Kindes sagt oder schreibtIhnen, an welchen Tagen es in die Schule kommen soll und an welchen Tagen es zu Hause lernt. DieTage, aท denen Ihr Kind nicht in die Schule gehen kann, sind keine schulfreien Tage. Das sind Tage furdas ,Lernen Zu Hause“! Mindestens bis zu den Sommerferien werden alle Kinder abwechselnd in derSchule und zu Hause lernen. Die Ferien fangen am 25. Juni an und enden am 7. August.
Vieles ist anders als sonst. Zum Beispiel ist auch die ergänzende Förderung und Betreuung noch geschlossen (das ist der Hort). Manche Schulen bieten Mittagessen an. Die Schule wird Sie informieren.

Falls Sie oder Ihr Kind bis heute keine Information von der Schule uber die Zeiten des Prdisenzunterrichtesbekommen haben, rufen Sie bitte selbst in der Schule an. Sie kinnen auch eine Sozialbetreuung IhrerUnterkunft bitten, dies zu tun.

Ganz wichtig: Erklaren Sie Ihrem Kind, dass es sich an die Regeln halten soll, damit alle gesund bleibenund die Corona-Pandemie nicht schlimmer wird. Die Regeln werden in der Schule erklirt. Und verhaltenauch Sie sich nach den vorgeschriebenen Hygieneregeln. Ihre Unterkunft hat dazu alle Informationen.

Lernen zu Hause:

Das Lernen zu Hause“ ist nicht einfach. Deshalb braucht Ihr Kind Sie und Ihre Unterstützung jetzt umso mehr. Bitte sorgen Sie dafür, dass es gut seine Aufgaben machen und lernen kann. Dafür braucht Ihr Kind feste Zeiten und einen ruhigen Arbeitsplatz. Das ist schwierig, wenn viele Menschen eng zusammenwohnen. Vielleicht können Gemeinschaftsräume der Unterkunft zum Arbeiten genutzt werden? Fragen Sie nach. Oder legen Sie fest, wann alle in der Familie ruhig sein und arbeiten sollen. Vielleicht kann auch ein Teil der Familie spazieren gehen, wahrend die anderen Aufgaben machen? Sie müssen nicht Lehrerin oder Lehrer für Ihr Kind sein. Die Aufgaben bekommt Ihr Kind von der Schule. Es ist aber gut, wenn Sie Ihr Kind beim Lernen unterstützen und es loben. Wenn Ihr Kind eine Aufgabe nicht versteht, ist das nicht schlimm. Bitte schimpfen Sie nicht. Es soll dann bei der Lehrerin oder dem Lehrer nachfragen.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist dabei, die W-LAN-Situation in den Unterkünften zu verbessern. Fragen Sie nach, ob es auch bei Ihnen W-LAN auf dem Zimmer geben kann.

Die Schulen haben angefangen, an Kinder, die das brauchen, Tablets zu verleihen. So sollen alle Kinder auch gut von zu Hause aus lernen können. Das gilt für Kinder mit einem BerlinPass-BuT.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und die Schulen machen viel, damit die Kinder trotz der Corona-Pandemie weiter gut lernen können. Gerade für Kinder, die noch nicht so gut Deutsch sprechen können, gibt es viele Angebote zur Unterstützung: Lernförderung über das Bildungs- und Teilhabeprogramm (kurz: BuT-Lernförderung), das neue Programm Lernbrücken, Ferienschulen und Sommerschulen. Fragen Sie bei der Lehrerin oder dem Lehrer Ihres Kindes nach, welche Angebote es.an der Schule Ihres Kindes gibt. Nutzen Sie diese Angebote für Ihr Kind. Ältere Schülerinnen und Schüler, die schon etwas besser Deutsch sprechen, können auch im Lernraum Berlin Lernangebote finden.
Sie haben Fragen oder machen sich Sorgen? Reden Sie als erstes mit der Lehrerin oder dem Lehrer oder den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Es gibt inzwischen auch viele telefonische
Dolmetschdienste. Ihre Unterkunft kann Ihnen weitere Informationen geben.

lhnen und Ihren Familien alles Gute! Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

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